Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Breddorf fand am Donnerstagabend in der Breddorfer Festhalle die Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Bremervörde e. V. statt. Der 1. Vorsitzende Henning Herzig eröffnete die Versammlung mit dem Jahresmotto des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen: "Feuerwehr - stark durch Zusammenhalt". Er konnte zahlreiche Gäste aus Politik, Feuerwehr und anderen Vereinen begrüßen.
In Zeven findet vom 04.-11.07.2026 das Bezirkszeltlager der Jugendfeuerwehr statt. Hierzu werden ca. 1.600 Jugendlichen in der Stadt am Walde erwartet.
Auf dem Veranstaltungsgelände Hinter der Ahe wird in dieser Zeit eine kleine Zeltstadt mit vielen jugendlichen Brandschützern stehen. Die Feuerwehr Zeven ist natürlich stark involviert und arbeitet mit Hochdruck daran, allen Teilnehmenden ein tolles Erlebnis und eine schöne Zeit in Zeven zu bereiten.
Au einem eigenen WhatsApp Kanal wird umfassend über das Zeltlager berichtet. Ihr müsst einfach den unten stehenden QR-Code scannen um keine Nachricht zum Zeltlager mehr zu verpassen.
Dr. Ulrich Cimolino, Leiter des Arbeitskreises Waldbrand des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), nimmt angesichts der bisherigen und erwarteten Wetterlage anlässlich einiger Brände aus den letzten Wochen zur Vegetationsbrandlage wie folgt Stellung:
Der DFV verstärkt aufgrund der Wetterentwicklung die Warnhinweise vom 18.06.2026 vor folgendem Hintergrund:
- Der Waldbrandgefahrenindex (WGI) steigt und wird in weiten Bereichen im Süden und Osten die Stufe 4 sowie ab Mittwoch, den 25.06.26, zuerst in Teilen Niedersachsen, dann in größeren Bereichen Brandenburgs, aber auch in anderen Bundesländern die Stufe 5 (von 5) erreichen!
- Der Graslandfeuerindex (GFI) steigt ebenfalls und wird quer durch Deutschland weitgehend die Stufe 4 (von 5) erreichen!
1. Bisherige Wetterlage und dadurch bedingte allgemeine Gefahrenlage in der Vegetation
Nach einem in weiten Teilen Deutschlands zu warmen und zu trockenen Winter 2025/2026 folgte bisher ein Frühjahr, das erneut in einigen Bereichen v.a. im Süden und Osten zu wenig Niederschläge bei weiter im langjährigen Vergleich eher zu warmen Temperaturen mit sich brachte.
Weil das so war, konnten die oberflächennahen Wasserspeicher nicht überall ausreichend aufgefüllt werden. Das sieht man zum Beispiel im Helmholtz-Dürremonitor: https://www.ufz.de/index.php?de=37937 (Link auf externe Seite)
Der Wetterverlauf der nächsten Wochen ist aktuell in den verschiedenen Vorhersagemodellen noch von sehr wechselhaften Einflüssen geprägt. Lokal sind hier bei sommerlichen Temperaturen auch stärkere Gewitterereignissen mit Niederschlägen möglich.
Punktuell können die 30-30-30 Warnschwelle (mehr als 30 Grad Lufttemperatur, weniger als 30 % rel. Luftfeuchte und mehr als 30 km/h Wind) und damit lokal sehr schnell auch weitere Erhöhungen des WGI bzw. GFI erreicht werden.
Die Erntezeit für die ersten Getreidesorten steht bevor. Die trockenen Halme bzw. organischen Stäube bei der Ernte sind nicht nur relativ leicht entzündlich, Feuer auf diesen Feldern breiten sich mit dem Wind auch noch sehr schnell aus.
Da bei durchschnittlich in den nächsten Wochen wärmeren Temperaturen in der Langfristprognose (s. unten) relativ wenig ergiebiger Niederschlag erwartet wird, kann in den nächsten Wochen natürlich eine weitere Verschärfung der Lage eintreten!
https://www.dwd.de/DE/leistungen/graslandfi/graslandfi.html (Link auf externe Seite) https://www.dwd.de/DE/leistungen/waldbrandgef/waldbrandgef.html (Link auf externe Seite)
Das Risiko von Feuern in tieferen Bodenschichten (trockene Moore, Humusschichten mit hohen organischen Bestandteilen) ist aufgrund der fehlenden Bodenfeuchte in den einigen Gebieten nicht zu unterschätzen.
Mit dem symbolischen ersten Spatenstich begann der Neubau eines Technikzentrums des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) mit integrierter Feuerwehrtechnischer Zentrale (FTZ) des Landkreises Celle am Standort Celle-Scheuen. Am traditionellen Spatenstich zum Beginn der Bauphase nahmen Finanzminister Gerald Heere, Landrat Axel Flader, Landesbrandirektor Dieter Rohrberg und NLBK-Präsident Dr. Christian Kielhorn teil.
Gemäß einer Meldung unseres Landkreises wird die gemeinsame neue Regionalleitstelle der Landkreise Rotenburg (Wümme), Harburg, Lüneburg und Heidekreis in Rotenburg (Wümme), im Ortsteil Mulmshorn, gebaut.
Seit 2006 arbeiten die Landkreise Rotenburg (Wümme), Harburg und Heidekreis im Rettungsdienst und Brandschutz in Form eines virtuellen Leitstellenverbundes zusammen, um Servicelevel und Ausfallsicherheit zu verbessern.
Im Oktober 2024 beschlossen die drei Landkreise gemeinsam mit dem Landkreis Lüneburg die Gründung einer gemeinsamen integrierten Leitstelle des Rettungsdienstes und Brandschutzes als kommunale Anstalt des öffentlichen Rechts (Integrierte Regionalleitstelle Lüneburger Heide AöR). Für den Standort einer neuen, gemeinsamen integrierten Regionalleitstelle für Rettungsdienst und Feuerwehr wurde eine Standortanalyse erstellt.
Das Ergebnis steht nun fest. Die neue Leitstelle wird in Rotenburg (Wümme) errichtet.
Bisher hat jeder der drei Landkreise eine eigene Einsatzleitstelle für Rettungsdienst und Feuerwehr. Diese arbeiten im virtuellen Leitstellenverbund bereits eng zusammen. Der Landkreis Lüneburg betreibt aktuell gemeinsam mit dem Land Niedersachsen die Kooperative Leitstelle Lüneburg. Am Standort der gemeinsamen neuen integrierten Regionalleitstelle in Rotenburg (Wümme) werden alle vier Landkreise künftig unter einem Dach zusammenarbeiten.
Für die Zukunft aufstellen
Ist das Konzept noch zeitgemäß und zukunftsfähig? Diese Frage stellten die Landkreise sich 2023 und gaben eine Gutachteranalyse zur Zukunft des Verbundes in Auftrag, auch mit Blick auf eine Zusammenarbeit des virtuellen Leitstellenverbunds mit dem Landkreis Lüneburg. Der Gutachter empfahl eine Intensivierung der Zusammenarbeit und die Gründung einer integrierten Regionalleitstelle aller vier Landkreise in einer eigenständigen Rechtsform.
Gründung integrierte Leitstelle
Die Empfehlung wurde 2024 umgesetzt. Alle vier Kreistage beschlossen die Gründung einer gemeinsamen integrierten Leitstelle des Rettungsdienstes und Brandschutzes als kommunale Anstalt des öffentlichen Rechts (Integrierte Regionalleitstelle Lüneburger Heide AöR). Sie wurde durch die gemeinsame Satzung am 18. Februar 2025 rechtskräftig.
Standortgutachten für gemeinsame Leitstelle
Um die Ressourcen wie Personal, Technik und Gebäude optimal zu nutzen, werden die bisherigen Leitstellen geschlossen und zu einer neuen Leitstelle in einem neuen Gebäude zusammengeführt.
Wo soll der Standort des neuen Gebäudes sein? Ein Standortgutachten, das im Mai 2025 in Auftrag gegeben wurde, sollte darüber entscheiden.
Kriterien für die Standortvergabe
Die Kriterien zur Standortwahl umfassten bestimmte Ausschlusskriterien, wie zum Beispiel die Mindestfläche, Hochwassergefahr, Nähe zu Störfallbetrieben oder kerntechnischen Anlagen. Konkret bewertet wurden die vorgeschlagenen Grundstücke anhand der Bewertungskriterien Standortsicherheit, wirtschaftliche Faktoren, Standortattraktivität und Realisierungszeit. Die Gewichtung der Kriterien wurde in einem Workshop mit allen vier Landkreisen abgestimmt.
Wo steht die neue Leitstelle?
Basierend auf den festgelegten Kriterien wurde aus den Vorschlägen der Landkreise der am besten geeignete Standort ermittelt. Im Ergebnis wurden die aufgestellten Kriterien und Gewichtungen am besten durch ein Grundstück in Rotenburg (Wümme), im Ortsteil Mulmshorn, erfüllt. Der Gutachter empfahl daher auf Basis der durchgeführten Nutzwertanalyse, dieses als zukünftigen Standort auszuwählen.
Am 21. November 2025 beschloss der Verwaltungsrat einstimmig, dem Gutachtervorschlag zu folgen und dieses Grundstück als Standort der neuen Regionalleitstelle festzulegen.
Was bedeutet das für unseren Landkreis?
Der gemeinsame Betrieb einer integrierten Regionalleitstelle ist ein wichtiger Baustein, um die Versorgung der Bevölkerung in Notfällen zukunftsfähig zu organisieren. Die Versorgungsqualität und Versorgungssicherheit können auf diese Weise perspektivisch weiter erhöht werden. Gleichzeitig wird die Aufgabenerfüllung effizienter gestaltet. Die Beschäftigten der Landkreise bekommen damit die Möglichkeit, an einen neuen und modernen Arbeitsplatz zu wechseln.
„Ich freue mich, dass wir alle an einem Strang ziehen und uns gemeinsam für Rotenburg als Standort der neuen Regionalleitstelle entschieden haben“, so Landrat Marco Prietz. „Mit der Regionalleitstelle wird sich die Zusammenarbeit zwischen unseren vier Landkreisen weiter vertiefen. Alle Beschäftigten arbeiten von einem Standort aus und bekommen einen modernen Arbeitsplatz, ausgestattet mit der neuesten Technik. Sie versorgen von dort aus die gesamte Region und koordinieren und unterstützen unsere Rettungsdienste, Feuerwehren und Hilfsorganisationen.“
Nächste Schritte
Im nächsten Schritt wird mit den Planungen des Bauvorhabens begonnen. Planungen und Bauzeit bis zur Inbetriebnahme der neuen Regionalleitstelle werden mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
Quelle: Pressemitteilung des Landkreises Rotenburg (Wümme) vom 04.12.2025
